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Aktuelles Birkner: Energiewende braucht Akzeptanz Diskussion - Niedersachsens Umweltminister zu Gast beim Dreikönigstreffen der Ganderkeseer FDP Wie kann die Energiewende gelingen? Um diese Frage ging es am Freitagabend in Stenum. Vier Gäste diskutierten auf dem Podium. Stenum - Akzeptanz, immer wieder Akzeptanz: Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner gebrauchte die Vokabel sehr oft am Freitagabend bei der Podiumsdiskussion zur Energiewende in Ganderkesee. Denn darauf vor allem komme es an, ob in Ganderkesee, in Niedersachsen oder in Deutschland: Die Energiewende gelinge nur, wenn sie gesamtgesellschaftlich umgesetzt werde. Bei neuen Vorranggebieten für Windkraft, beim Ausbau der Stromnetze oder bei Maßnahmen für mehr Energieeffizienz im Privathaushalt müssten die Bürger eingebunden werden, forderte Birkner vor gut 150 Gästen, die zum Dreikönigstreffen der Ganderkeseer FDP ins Hotel Backenköhler gekommen waren. Was er aber ebenso erwartet, ist eine Akzeptanz der Bürger für derartige Maßnahmen. Besonders wichtig ist dem neuen Minister, der erst seit gut einer Woche im Amt ist, der Stromtransport: Der Netzausbau ist das Nadelöhr für das Gelingen der Energiewende. Unverändert sei hier, vor allem auch mit Blick auf die strittige Trasse Ganderkesee-St. Hülfe, die Position der Landesregierung: Das geht nur mit Teilverkabelung. Wir wollen, dass dies im Planverfahren so festgelegt wird. Zur Bioenergie ist Birkners Position konstruktiv-kritisch: Die Vermaisung sei ein Problem, er wolle umsteuern zu einer stärkeren Verwertung von Reststoffen. Da müssen wir die Förderschwerpunkte anders setzen. Für die Landwirtschaft machte sich Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas stark. Ein Nebeneinander muss möglich sein, warb sie für Verständnis. Die reine Aussiedlung der Energieerzeugung sei keine Lösung, Hofnähe muss es geben. Im Übrigen, so die Bürgermeisterin, sei die beste Energie die, die gar nicht gebraucht wird: Der Blick müsse verstärkt auf Einsparungen gerichtet werden. Ganderkesee habe mit dem RUZ Hollen früh Weichen gestellt. Mit Zahlen bereicherte Dr. Bernhard Rump von der Landwirtschaftskammer die Diskussion: Auf 36 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in der Gemeinde Ganderkesee sei zuletzt Mais angebaut worden. Mit 400 Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden, 21 Windkraftanlagen und zwölf Biogasanlagen (vier davon im Bau und zwei noch im Verfahren) nehme die Energieerzeugung weiter zu. Daraus resultiere ein erheblicher Aufwand in den Verteilnetzen, nahm der vierte Teilnehmer der von FDP-Landtagsfraktionschef Christian Dürr moderierten Diskussion den Ball auf: Uwe Schramm, bei der EWE AG u.a. für Netze verantwortlich, sieht im Wandel von der zentralen, konventionellen zur dezentralen, regenerativen Energieerzeugung die eigentliche Revolution. Die Netze darauf auszurichten, das braucht Zeit und kostet Geld noch ein Punkt, der Akzeptanz erfordert... ![]() Diskutierten in Stenum über die Energiewende (von links): Dr. Bernhard Rump, Uwe Schramm, Alice Gerken-Klaas und Dr. Stefan Birkner. FDP-Ortsvorsitzende Marion Daniel begrüßte die Gäste, Christian Dürr moderierte. BILD: Hergen Schelling Quelle: Nordwest-Zeitung vom 28.01.2012 Umweltminister Stefan Birkner zu Gast in Ganderkesee Seinen ersten Eintrag in ein Goldenes Buch als Minister hat Dr. Stefan Birkner am Freitagabend im Ganderkeseer Rathaus vollzogen. Augenzeugen waren (von rechts) Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die Ganderkeseer FDP-Vorsitzende Marion Daniel, der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr, und Dietmar Mietrach, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion. Der neue niedersächsische Umweltminister beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion zur Energiewende. ![]() Quelle: Nordwest-Zeitung vom 28.01.2012 |