FDP Ganderkesee

Aktuelles

Schwarz-Gelb als Familienmodell

Kommunalwahl Ehepaar Lübbe gemeinsam im Gemeinderat
Konrad Lübbe ist schon zehn Jahre FDP-Ratsherr. Jetzt hat auch Ehefrau Petra ein Mandat errungen – aber für die CDU.
von Hergen Schelling
Ganderkesee - CDU und FDP liegen öfter mal nahe beiein­ander in der Politik, selbst in Ganderkesee – dass sie aber Tisch und Bett miteinander teilen, kommt nicht alle Tage vor. Jetzt jedoch am Schlattenweg in Ganderkesee: „Wir sind der kurze Dienstweg zwischen den Fraktionen“, scherzen Petra Hubmann-Lübbe und Konrad Lübbe.
Die Eheleute haben es als schwarz-gelbe Koalition in den Rat geschafft – mit unterschiedlichen Parteibüchern. Konrad Lübbe, der schon seit 2001 für die FDP im Rat sitzt, musste zwar lange zittern, aber am Ende reichten 269 Stimmen zum Mandat im Wahlbereich I. Petra Hubmann-Lübbe, die erstmals kandidierte, brachte auf Anhieb 463 Wähler hinter sich – 200 mehr als der Gatte, der die Differenz professionell erklären kann: „Auf die FDP-Kandidaten entfallen jedes Mal weniger Stimmen als auf CDU-Kandidaten.“
Der 51-Jährige kennt das auch nicht anders: In Langförden bei Vechta, wo Lübbe herkommt, musste er als junger FDP-Ortsvorsitzender schon gegen eine starke christdemokratische Hausmacht kämpfen. Damals lernte er seine spätere Frau kennen – „sie wusste ja von Anfang an, dass ich in der FDP bin“, schmunzelt er. Der christdemokratische Schwiegervater Hans-Heinrich Hubmann nahm den Liberalen ebenfalls in Gnaden auf: „Er meinte, ich wäre das geringere Übel“, erinnert sich Lübbe. Wenigstens keiner aus der SPD . . .
Hans-H. Hubmann war es auch, der seine Tochter inspirierte, in die Politik zu gehen. „Er hat mir das nahegebracht“, erklärt die 44-Jährige, „aber ich wollte es vor allem von mir aus.“ Beruflich ist die Heilpraktikerin auf der sicheren Seite, und die Kinder brauchen auch nicht mehr so viel Betreuung.
Tochter Viktoria (15) hat allerdings ein bisschen gemault – sie weiß ja, wie oft schon der Vater wegen der Politik außer Haus ist. Jetzt also auch noch die Mutter. Die 18-jährige Katharina hatte ein ganz anderes Problem: Sie durfte zum ersten Mal selber wählen – bloß wie verteilt man drei Kreuze gerecht auf zwei Eltern? Die wissen es selber nicht, wollen das auch gar nicht wissen.


Von Adenauer hat Konrad Lübbe den Vornamen, von Genscher (kleines Bild) die politische Heimat – und Ehefrau Petra sieht er jetzt auch bei Ratssitzungen.
Von Adenauer hat Konrad Lübbe den Vornamen, von Genscher (kleines Bild) die politische Heimat – und Ehefrau Petra sieht er jetzt auch bei Ratssitzungen. BILD: Hergen Schelling

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 12.09.2011



FDP Ganderkesee - Die Liberalen (www.fdp-ganderkesee.de)