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Aktuelles Raiffeisen-Genossenschaft hält sich Wege offen Geschäftsführer zieht sechs Monate nach Umzug an die Westtangente ein positives Fazit GANDERKESEE (DUT). Der verregnete Sommer hat das Verbrauchergeschäft der Raiffeisen-Warengenossenschaft am neuen Standort an der Westtangente eingetrübt. Die Erwartungen wurden ganz gut erfüllt, sagte Geschäftsführer Hugo Lohmann gestern. Dennoch habe der feuchte Sommer das Geschäft mit Wasserbecken und Gartendünger belastet, schränkte er vor Vertretern der Ganderkeseer FDP-Ratsfraktion ein.Den Umzug an die Westtangente mit der gleichzeitigen Zusammenlegung der Standorte Ganderkesee und Schierbrok bewertete der Geschäftsführer positiv. Der Standort ist eine gute Wahl. Er ist erweiterungsfähig bis in die nächste Generation, meinte er. So sei es beispielsweise möglich, den Verbrauchermarkt um das angrenzende Lager zu erweitern. Die Verbindung zwischen Einzelhandel und Agrar sei eine günstige, meinte der Geschäftsführer. Das Ganderkeseer Lager erfülle eine Teilfunktion als Zentrallager für die anderen Standorte, erklärte Lohmann. Am Standort Ganderkesee arbeiten 14 Mitarbeiter. Die Genossenschaft bildet Groß- und Außenhandelskaufleute sowie Landmaschinenmechaniker aus. Die Speicherkapazitäten für Getreide bezeichnete der Geschäftsführer als ausreichend. Die Genossenschaft hat zunächst zwei statt wie geplant vier Silos gebaut und damit die Speicherkapazität beibehalten. Die Genossenschaft werde künftig immer weniger Getreide annehmen, sagte Lohmann voraus. Bislang sei das Getreideaufkommen bereits um ein Drittel geschmolzen. Grund dafür sei die steigende Zahl an Biogasanlagen. Durch den zusätzlichen Maisanbau werden immer mehr Getreideflächen verdrängt. Im Gegenzug werde die Genossenschaft immer mehr Maissaat verkaufen. Lohmann stellte infrage, ob alle Getreide-Annahmestandorte in der Region unter diesen Bedingungen auf Dauer bestehen könnten. Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 07.09.2011 Umzug gute und richtige Entscheidung Betriebsbesichtigung RWG-Geschäftsführer Hugo Lohmann zieht nach ersten Monaten positive Bilanz Die FDP besuchte die Betriebsstätte an der Westtangente. 14 Mitarbeiter sind dort tätig. von Karoline Schulz Ganderkesee - Als gute und richtige Entscheidung bezeichnet Hugo Lohmann, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Hunte-Weser, den Beschluss, den Ganderkeseer RWG-Standort vom Ortskern an die Westtangente zu verlegen. Durch die neue Betriebsstätte führte er am Dienstagnachmittag Mitglieder der Ganderkeseer FDP. Einblicke gewährte Lohmann sowohl in den Markt als auch in den landwirtschaftlichen Bereich. Durch die große Diversifizierung sei das Unternehmen in der Lage, konjunkturelle Schwankungen aufzufangen. Nicht zuletzt der rasante Strukturwandel in der Landwirtschaft sei dafür verantwortlich, dass die RWG auch nicht rein landwirtschaftliche Bereiche abdecken wolle, so Lohmann. Platz, um weiter zu wachsen, ist in jedem Fall vorhanden: So wurde zum einen der Standort so gewählt, dass er erweiterungsfähig ist, zum anderen wäre das Lager gegebenenfalls in Teilen zur Verkaufsfläche umfunktionierbar, erklärte Lohmann. 14 Mitarbeiter beschäftigt die RWG in Ganderkesee, acht Prozent beträgt an allen zehn Standorten zusammen die Ausbildungsquote. Ausgebildet werden Groß- und Einzelhandelskaufleute sowie Landmaschinenmechaniker. Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben laut Lohmann auch Hauptschüler. Und nicht nur das. Auszubildende, die handwerklich gute Leistungen zeigen, können in der Regel bleiben. ![]() Breit gefächertes Sortiment: Im Einzelhandelsbereich konnte RWG-Geschäftsführer Hugo Lohmann (links) den FDP-Mitgliedern sogar Zierfische zeigen. BILD: Karoline Schulz Quelle: Nordwest-Zeitung vom 07.09.2011 |