FDP Ganderkesee

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Nehlsen will REWOOD neue Aufgaben zuteilen

20.000 Tonnen Holz werden pro Jahr Brennstoff

Bookholzberg (has). Unter dem neuen Dach der Nehlsen-Gruppe bleibt bei REWOOD vorläufig alles beim alten. „Wir wollen hier in Bookholzberg gerne auch Papier und Folien pressen und weiterleiten“, berichtete Frank Kuhna gestern der Ganderkeseer FDP mit dem Landtagsfraktionschef Christian Dürr an der Spitze. Für die Ausweitung der Betriebsfelder bedürfe es aber der Genehmigung, ergänzte Kuhna. Er ist Leiter der Niederlassung Bremen der Nehlsen-Gruppe, die den Bookholzberger Recycling-Betrieb Anfang Juli übernommen hat. „Wir sammeln Papier und Folien unter anderem im Raum Brake. Wir könnten unsere Betriebsabläufe optimieren, wenn wir in Bookholzberg halten könnten und nicht zu den Pressen in Bremen durchfahren müssten“, so Kuhna.
Vor riesigen Bergen Holz und kleineren Bergen zu Ballen geschnürter Kunststoffabfälle äußerten Kuhna und Dürr unisono die Überzeugung, dass dem Recycling die Zukunft gehört. Laut Betriebsstättenleiter Patrick Maaß verlassen die zu Kunststoffballen geschnürten Restposten und Fehlproduktionen aus der Industrie den Hof so, wie sie angekommen sind. Zehn Tonnen am Tag werden umgeschlagen. „Das meiste geht nach Asien. Möglichst viel wird gemahlen und zu neuen Kunststoffartikeln gespritzt“, erläuterte Kuhna.
Wesentlich mehr Material durchläuft die Holzverarbeitung. 20.000 Tonnen Natur- und Altholz werden pro Jahr angeliefert, in Kategorien sortiert, von Metallteilen wie Nägeln befreit und zerkleinert. Der Baum- und Strauchschnitt von Straßenmeistereien ist dabei einschließlich dicker Stubben, die der 800-PS-Schredder in der REWOOD-Halle mühelos zerkleinert. Alte Möbel türmen sich ebenso zu Bergen wie ausrangierte Paletten. Die Endprodukte können je nach Kategorie in speziell zertifizierten Kraftwerken, in Biomasse-Kraftwerken oder in privaten Blockheizkraftwerken verfeuert werden.


Betriebsstättenleiter Patrick Maaß (l.) und Frank Kuhna (r.) stellten der FDP mit Christian Dürr (Mitte) an der Spitze REWOOD vor. FOTO: R. Haase
Betriebsstättenleiter Patrick Maaß (l.) und Frank Kuhna (r.) stellten der FDP mit Christian Dürr (Mitte) an der Spitze REWOOD vor. FOTO: R. Haase

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 12.08.2011


„Recycling live und in Farbe“

Restholzverarbeitung: FDP-Ortsverband besucht neue Nehlsen-Betriebsstätte

2005 hatte Patrick Maaß die Firma Rewood in Bookholzberg gegründet. Ihr Kerngeschäft war und ist die Verarbeitung von Restholz in Brennstoff.
VON KAROLINE SCHULZ
Bookholzberg Noch stehen vor dem Gebäude der Rewood Restholzverarbeitung in Bookholzberg die alten Firmenschilder. Wenig erinnert daran, dass der Betrieb gerade vom Bremer Entsorgungsriesen Nehlsen übernommen worden ist.
Aber auch hinter den Kulissen läuft es bei Rewood – korrekt: in der Betriebsstätte Bookholzberg der Niederlassung Karl Nehlsen – weiter wie bisher. Davon überzeugten sich am Donnerstagabend bei einem Besuch auf dem Betriebsgelände Mitglieder der
FDP-Ratsfraktion und des Ortsverbandes Ganderkesee – unter ihnen der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr. Biomasse für Kraftwerke „Unser Kerngeschäft ist und bleibt Holz“, berichtete Betriebsstättenleiter Patrick Maaß, der Rewood 2005 gegründet hatte. 20 000 Tonnen Restholz schlägt der Betrieb laut Maaß in jedem Jahr um, sortiert in Altholz und Naturholz, das Biomasse-Kraftwerken zugeführt wird. Während das geschredderte Altholz – dazu zählen alte Möbel und andere behandelte Oberflächen – nur in Kraftwerken mit Filteranlagen verbrannt werden dürfe, sei das zerkleinerte Naturholz für alle Arten von Biomasse-Kraftwerken, etwa kleine Blockheizkraftwerke, geeignet, erklärte Maaß.
Für den neuen Eigentümer biete sich mit der Betriebsstätte in Bookholzberg eine Möglichkeit, die eigene Logistik zu optimieren, erklärte Frank Kuhna, Niederlassungsleiter von Nehlsen. So müsse beispielsweise Holz aus der Wesermarsch nun nicht mehr bis nach Bremen gefahren werden, um aufbereitet zu werden. Auch verhelfe eine größere Menge an verfügbarem Brennstoff zu einer besseren Position am Markt.
Eine Prognose, wie sich die neue Nehlsen-Betriebsstätte künftig entwickeln wird, vermochte Kuhna am Donnerstag noch nicht abzugeben. Er betonte mit Verweis auf das Projekt „pro klima“ den Fokus des Unternehmens auf die Entwicklung klimaschonender Produkte und Dienstleistungen. Zielsetzung sei, bis 2015 den Energieverbrauch im Unternehmen um 13 Prozent zu senken.
Handel mit Kunststoffen
Betriebe wie der Restholzverarbeiter, zu dessen Leistungsspektrum zudem der An- und Verkauf von Kunststoffen für die Wiederverwertung zählt, seien die Umsetzung dessen, was in der Politik diskutiert werde, erklärte FDP-Landtagsfraktionschef Christian Dürr. Und mit Blick auf Kritiker des Betriebes fügte er hinzu: „Das hier ist das Recycling-Geschäft live und in Farbe. Das ist nicht immer hübsch und schick anzuschauen, aber hier wird das betrieben, was die Politik in der Theorie diskutiert.“


Restholzverarbeitung: FDP-Ortsverband besucht neue Nehlsen-Betriebsstätte
Betriebsstättenleiter Patrick Maaß (links) und Nehlsen-Niederlassungsleiter Frank Kuhna (rechts) führten die FDP-Mitglieder – darunter Landtagsfraktionschef Christian Dürr (4. von links) – über das Betriebsgelände in Bookholzberg. BILD: KAROLINE SCHULZ

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 12.08.2011



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