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Aktuelles Neuer Nachbar schadet Garten-Center wenig Heitmann-Einschätzung zu RWG-Umzug erleichtert FDP Bislang bleiben in der Gärtnerei an der Birkenallee kaum Kunden aus. Ein abschließendes Urteil wollen die Betreiber sich erst in einem Jahr bilden. Von Sonia Voigt Ganderkesee. Zumindest bislang sind die Befürchtungen der Gebrüder Heitmann um ihr Garten-Center nach dem Umzug der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) in die Nachbarschaft nicht eingetreten. Das haben Uwe und Holger Heitmann gestern FDP-Mitgliedern aus Fraktion und Ortsverband erläutert. Bisher merken wir weder große positive noch große negative Auswirkungen, erklärte Uwe Heitmann. Ein aussagekräftiges Urteil könne er aber erst nach einem Jahr fällen. Wir merken, dass es bei Dünger und Blumenerde etwas weniger ist, sagte Heitmann, aber die Stammkundschaft ist erfahrungsgemäß schnell wieder da. Insgesamt gehe es dem Betrieb an der Birkenallee, der 1982 im Hinterhof startete, gut. Wir sind langsam und stetig gewachsen, sagte der Junior-Chef, dessen Mutter Ursula Heitmann die FDP-Gäste mit empfing. Aus der Baumschule wurde ein Garten-Center, dessen 13 Mitarbeiter neben Verkauf und Beratung Gärten anlegen und pflegen. Die vielfältigen Standbeine bedeuten Arbeitsaufwand, aber auch Sicherheit, sagte Uwe Heitmann. Den Bau eines genehmigten neuen Verkaufshauses überdenken die Brüder zurzeit, auch weil nach der RWG nun noch das Arkenau-Center in Delmenhorst eröffne. Staub, Gerüche und Verkehrsbelastung durch die RWG machen Heitmann hingegen keine Sorgen mehr. Die modernere Anlage mit nur zwei Silos lasse nicht viel Staub befürchten und der Verkehr bereite durch die neuen Abbiegespuren keine Probleme. Es tut gut zu hören, dass die Befürchtungen nicht eingetreten sind, sagte Fraktionsvorsitzende Marion Daniel. ![]() Holger, Uwe und Ursula Heitmann (vorn v. l.) zeigen der FDP-Delegation ihr Gartencenter. Foto: Sonia Voigt Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 05.05.2011 Bilanz kann erst in einem Jahr erfolgen Firmenbesuch: FDP-Mitglieder befragen Gebrüder Heitmann zu Konkurrenz Ganderkesee/cbo Sechs Wochen nach der Eröffnung der Raiffeisen Warengenossenschaft an der Westtangente haben zehn FDP-Fraktions- und Ortsverbandsmitglieder am Mittwochnachmittag das Gartencenter Heitmann besucht. Nachfragen wolle man bei Uwe und Holger Heitmann, ob sich durch die Konkurrenzsituation negative Auswirkungen auf das Geschäft ergeben hätten, so Marion Daniel, Vorsitzende der FDP Ganderkesee. Bis jetzt kann man noch nichts sagen, erst nach einem Jahr kann man genaue Ergebnisse sehen, erklärte Uwe Heitmann. Durch die Neueröffnung seien viele Kunden neugierig und würden bestimmt das Angebot des Raiffeisenmarktes testen. Unsere Verkaufszahlen sind ungefähr gleich geblieben. Die Stammkundschaft bleibt, bilanzierte der Gartenbauer. Familie Heitmann sieht das vor allem in ihrem hochwertigen Sortiment und der guten Beratung durch gelerntes Fachpersonal begründet. Die Kunden legen Wert auf kompetente Beratung, ergänzte Holger Heitmann. Im Gartencenter arbeiten Familienangehörige und gelernte Gärtner 13 Mitarbeiter sind es insgesamt. Ein Auszubildender und zwei Praktikanten komplettieren das Team. Eventuell wollen die Gebrüder Heitmann noch expandieren. Pläne über einen Anbau gab es bereits: Ein neues Verkaufshaus, spezialisiert auf den Bereich Dünger, sollte gebaut werden. Die Eröffnung des Gartencenters Fleur-Garten habe ihnen aber einen Knacks verpasst, so Uwe Heitmann. Ob man sich noch einmal an das Projekt heranwage, hänge auch von der Nachfolge ab. Wenn man über 50 ist, denkt man darüber nach, wie es weitergeht. Die Mutter von Holger und Uwe, Ursula Heitmann, arbeitet immer noch im Center mit die Brüder würden im Alter gerne kürzer treten, sehen sich zukünftig aber auch noch aktiv. Marion Daniel und die übrigen FDP-Mitglieder zeigten sich erfreut über die bisherige Bilanz: Wir haben Sie immer im Auge gehabt. Es ist schön, dass wir nichts Negatives hören müssen. ![]() FDP-Fraktionsmitglieder zeigten sich begeistert von der Petunienpracht im Gartencenter Heitmann. BILD: CLAUDIA BOEHNKE Quelle: Nordwest-Zeitung vom 05.05.2011 |