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TSV Ganderkesee will sich nach Westen erweitern

Sportanlage Wachstum beschert Platz-Probleme – FDP signalisiert Unterstützung

kk
Knapp sieben Jahre nach der Einweihung der neuen Vereinsanlage am Immerweg will sich der TSV Ganderkesee dort erweitern. Weil sich die Zahl der Fußball-Mannschaften mittlerweile fast verdoppelt habe (auf 36) und die Plätze erkennbar überbeansprucht seien, hofft der Verein auf einen Flächenzukauf, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Am Mittwoch signalisierte die FDP-Fraktion Unterstützung.
Was der TSV mit „hoher Belastung“ meint, machten Vorsitzender Uwe Vogel und dessen neuer Vize Raphael Riekers am Beispiel von Platz 4 deutlich. Hier ist der Rasen auf dem Rückzug – trotz guter Pflege, wie Vogel versicherte. Auch gebe es Unebenheiten im Spielfeld. Die Rechnung des TSV-Vorsitzenden: Normalerweise solle ein Platz etwa sechs bis acht Stunden pro Woche belastet werden. Bei Platz 4 seien es bis zu sechs Stunden – allerdings am Tag.
Durch den jetzigen Zustand des Platzes, so ergänzte Raphael Riekers, leide das Training. Man könne mit jungen Fußballern schlecht trainieren, wie ein Ball zu führen ist, wenn der Ball verspringe. Auch bestehe ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Beim TSV werde deshalb als Alternative zum natürlichen Rasen auch Kunstrasen erwogen.
Favorisiert wird allerdings eine andere Lösung: Auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen hinter der TSV-Anlage (Richtung Fuhrenkamp) könnten neue Spielfelder entstehen. Der Verein hofft, dass die Gemeinde die Flächen erwirbt, während man selber mit Sponsoren, Rücklagen und Eigenleistung das Anlegen der Spielfelder übernehmen will. Durch Gespräche mit den Grundeigentümern wisse man, dass die Flächen erhältlich seien.
Nach der Idee des Vereins ist nördlich des Immerweges (hinter dem Vereinsheim) ein Spielfeld angedacht. Südlich des Immerweges sei ausreichend Gelände für einen Trainingsplatz mit Trainingsflutlichtanlage sowie zwei Bolzplätze – von denen einer so gestaltet werden solle, das er im Winter geflutet und zum Eislaufen genutzt werden kann.
Vogel sagte, dass der TSV zurzeit Kindern und Jugendlichen, die zum Bolzen kämen, nur einen Randbereich anbieten könne. Ihnen wolle der Verein entgegenkommen, auch aus eigenem Interesse: „Das sind später oft die besten Fußballer“. Am Rande berichtete der TSV-Chef, dass der Verein auch mit Veranstaltungen (wie Discos) Jugendliche ansprechen wolle.
In einer ersten Stellungnahme würdigte FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel den Einsatz des Vereins für Kinder und Jugendliche (laut Vogel sind 1200 der 2300 Mitglieder unter 22 Jahre alt). Daniel signalisierte Unterstützung, wobei das finanzielle Engagement der Gemeinde von der Haushaltssituation abhänge. Ein erster Spatenstich sei frühestens 2012 möglich.


Rasen auf dem Rückzug: TSV-Chef Uwe Vogel (vorn rechts) und sein Vize Raphael Riekers (dahinter) schilderten der FDP (links: Marion Daniel) die Probleme und Pläne.
Rasen auf dem Rückzug: TSV-Chef Uwe Vogel (vorn rechts) und sein Vize Raphael Riekers (dahinter) schilderten der FDP (links: Marion Daniel) die Probleme – und Pläne. BILD: Kolloge

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 29.04.2011



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