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Aktuelles Entscheidung fällt erst im Mai K 229 FDP-Kreistagsfraktion informiert sich vor Ort über Schönemoorer Dorfstraße Ob es nur eine Sanierung oder ein grundlegender Ausbau wird, ist noch offen. Auch Geld spielt dabei eine Rolle. VON WOLFGANG LOEST Schönemoor Der Landkreis hatte seine Planung für einen schonenden Ausbau der Schönemoorer Dorfstraße (K 229), da wurden im Herbst vergangenen Jahres überraschend die Vorgaben geändert: Ein Ausbau wird nur noch dann mit bis zu 60 Prozent bezuschusst, wenn die Richtlinien für passiven Schutz an Straßen eingehalten werden. Und dazu gehört unter anderem ein Mindestabstand von 4,5 Metern zwischen Fahrbahnrand und Straßenbäumen, sofern die Unfallgefahr nicht durch Leitplanken gesenkt werden kann. Der Kreistag setzte daraufhin Ende letzten Jahres die Entscheidung über Ausbau oder Sanierung aus. Sie soll nun im Mai nachgeholt werden. Die FDP-Kreistagsfraktion informierte sich am Dienstag vor Ort über die Problematik. Beim Ausbau auf die Mindestbreite von 5,50 Metern müsste nahezu der gesamte alte Baumbestand an der Dorfstraße verschwinden. Bei einer Sanierung bliebe es beim Straßenquerschnitt, der sich zwischen 4,75 und 5,05 Metern bewegt. Allerdings hätte der Landkreis die Kosten allein zu tragen. Das Geld allein werde bei der Entscheidung nicht ausschlaggebend sein, machte Fraktionschef Ernst-August Bode am Rande der Besichtigungstour deutlich. Es komme vor allem auf die Vorstellungen der betroffenen Bewohner an. Dieter Hahn vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft teilte mit, dass die Straßenbauverwaltung derzeit ihre Ausbauplanung überarbeitet. Die Grobplanung soll im März fertig sein. Für den Ausbau müsste ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, was ein knappes Jahr dauern dürfte. Gibt es gegen das Verfahren juristische Einwände, können schnell mehrere Jahre ins Land gehen. Eine Sanierung der Dorfstraße hingegen könnte bereits 2012 in Angriff genommen werden. Allerdings, so gab Bode zu bedenken, wäre dann die Chance der Schönemoorer, eine gut ausgebaute Verkehrsachse zu bekommen, für mindestens ein Vierteljahrhundert vorbei. ![]() Ernst-August Bode (links) und seine Fraktion war am Dienstag zusammen mit Vertretern Schönemoorer Vereine in der Dorfstraße unterwegs. BILD: WOLFGANG LOEST Quelle: Nordwest-Zeitung vom 02.02.2011 Schönemoorer wollen Straßenbäume retten FDP trägt Meinungsbild vor Ort ins Kreishaus Regelrechter Ausbau der Schönemoorer Dorfstraße oder gründliche Sanierung diese Frage bewegt Anwohner und Kreispolitiker gleichermaßen. Die Anwohner plädieren für die Sanierung. Von Reiner Haase Schönemoor. Alle fofftich Joar een Auto ann Boom und deshalb die Schönemoorer Dorfstraße auf 4,7 Kilometern Länge vom Dorfkrug bis nach Kreyenhoop mit Millionenaufwand ausbauen: Da fass ich mich ann Kopp, sagt Anwohner Helmut Stolle, zumal dafür auch noch bis zu 250 Bäume, teils kerngesunde alte Eichen, gefällt werden müssten. Beim Lokaltermin mit Bürgern und der FDP-Kreistagsfraktion sprach Stolle den Anwohnern aus dem Herzen. Die meisten sind für eine gründliche, aber sich in die ländlichen Gegebenheiten behutsam einfügende Sanierung. Sie tun das schon auf etlichen Schildern am Straßenrand kund. Für die Politik und die Verwaltung stellt sich die Angelegenheit komplizierter dar. Der Kreis sei verpflichtet, die Dorfstraße als überörtliche Verbindungsstraße in Ordnung zu bringen, betonte Amtsleiter Dieter Hahn, und das schließe den von Anwohnern ins Spiel gebrachten Ausbau für ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern aus. Wir nehmen Ihre Meinung mit ins Kreishaus, versicherte der FDP-Fraktionsvorsitzende Ernst-August Bode den Schönemoorern. Über den dank Zuschüssen für den Kreis wohl etwas günstigeren Ausbau oder die Sanierung entscheide der Fachausschuß im Mai. Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 02.02.2011 |