FDP Ganderkesee

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Fortschritte am Gymnasium erfreuen die Liberalen

Sanierung FDP-Kreistagsfraktion macht sich ein Bild

Ganderkesee/ing Die Sanierung des Gymnasiums Ganderkesee hatte die FDP-Kreistagsfraktion mit auf den Weg gebracht, aber für die knallgelben Fensterrahmen wollten die Liberalen nicht verantwortlich sein: „An der Farbauswahl waren wir nicht beteiligt“, versicherte Fraktionschef Ernst-August Bode, der aber nicht verhehlte, dass ihm der Farbton – nicht allein aus parteilicher Sicht – durchaus zusage.
Gefallen fanden die FDP-Politiker am Dienstag aber auch an den anderen Fortschritten, die nach drei Jahren Renovierung am Steinacker erkennbar sind – und von Direktorin Dr. Renate Richter zusätzlich in ein positives Licht gerückt wurden. Stichwort Licht: Dass durch zusätzliche und größere Fenster die Unterrichtsräume und vor allem auch der Eingangsbereich heller geworden sind, ist für die Schulleiterin „Gold wert“. Richter: „Die Leute kommen jetzt mit einer ganz anderen Stimmung in die Schule“. Dazu trage auch die unterschiedliche Farbgebung der Fassade bei.
Doch nicht allein der äußere Eindruck, den Richter selber in der Vergangenheit als „heruntergekommen“ empfand und Ernst-August Bode einst als „verlottert“ bezeichnete, hat sich enorm gewandelt. Auch die Unterrichtsqualität ließ sich laut Dr. Richter steigern, etwa durch bessere Bedingungen in den Fachräumen für Physik und Chemie, durch die sie die Besucher am Dienstag führte. „Für einen lebendigen Unterricht braucht man eine ordentliche Ausstattung“, betonte die Direktorin des Gymnasiums.
Bode nahm den Ball dankbar auf: Seit der Landkreis Anfang 2007 Hausherr geworden sei, „ist schon viel passiert“, meinte der Fraktionsvorsitzende. Das konnte Maik Ehlers vom Amt für Schule und Struktur in der Kreisverwaltung mit Zahlen belegen: „Jedes Jahr rund eine Million Euro“ werde in die Sanierungsmaßnahmen in Ganderkesee investiert – insgesamt werden es bis 2013 etwa 7,2 Millionen Euro sein. Dass die Sanierung ein Jahr später abgeschlossen wird als ursprünglich geplant, stört weder Politik noch Schule. Wichtig sei nur, so Renate Richter, „dass man eine Perspektive hat“.
Keine so gute Perspektive fürs Gymnasium, das ließ die Direktorin gegenüber den Liberalen durchblicken, bietet aus ihrer Sicht die mögliche Einrichtung einer Gesamtschule für den Bereich Hude/Ganderkesee. Möglicherweise gäbe es dann am Steinacker „keine gymnasiale Oberstufe mehr“, gab sie zu bedenken, Auch in der FDP-Fraktion wird befürchtet, dass eine Gesamtschule zu Lasten des Gymnasiums gehen könnte. Mehr zum Thema wurde dann hinter verschlossenen Türen besprochen.


Quelle: Nordwest Zeitung vom 14.04.2010


„IGS bringt Oberstufe ins Wanken“

Ganderkesee (has). Die FDP-Fraktionen des Kreistags und des Gemeinderats haben sich gestern bei einem Besuch des Ganderkeseer Gymnasiums mit Argumenten gegen den Elternwunsch nach einer Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bookholzberg füttern lassen. „Eine IGS bringt das Kursangebot in unserer Oberstufe ins Wanken“, ist Dr. Renate Richter, Leiterin des Gymnasiums, überzeugt. Nur bei einer vierzügigen Oberstufe sei die von den Schülern gewünschte Vielfalt des Kursangebots zu erreichen, ergänzte Richter zur Begründung. Wegen der Freiheit der Schulwahl in der Oberstufe habe es schon in der jüngsten Vergangenheit prekäre Schuljahrgänge gegeben, weil die Wunschkombinationen der Kurse nicht gefunden wurden. „Erst entscheiden sich fünf Schüler für den Wechsel nach Delmenhorst, dann gehen die fünf besten Freunde mit“, so Richter. Eine zusätzliche Konkurrenz sind ihr zufolge sowieso schon die Fachgymnasien.
Beim Rundgang durch die Gebäude mitten in der Sanierungsphase berichtete Richter der FDP-Delegation mit der Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst, dem Landtagsfraktionschef Christian Dürr, dem Kreisvorsitzenden Niels-Christian Heins, dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Ernst-August Bode, und der Ortsverbandsvorsitzenden Marion Daniel an der Spitze von neuem Vorrang der Arbeiten: „Bisher sollte die Sanierung traktweise vorangehen, jetzt hat die Sanierung der Flachdächer Vorrang, damit es nirgendwo mehr durchregnet.“ Als neues Abschlussdatum der Arbeiten für insgesamt 7,2 Millionen Euro nannte Maik Ehlers vom Schulamt des Landkreises das Jahr 2013. Ursprünglich sollten die Arbeiten in der Schule, die der Landkreis 2007 von der Gemeinde übernommen hat, 2012 beendet sein.


Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 14.04.2010



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