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Aktuelles Lorbeeren erst noch verdienen Christian Dürr hofft, dass ihm als Fraktionschef noch genügend Freizeit bleibt, um mit Sport zu beginnen. Von Wolfgang Loest ![]() Frage: Herr Dürr, wie fühlt man sich als frisch gebackener Vorsitzender einer Landtagsfraktion? Dürr: Ich freue mich natürlich riesig über das Vertrauen, zumal ich ohne Gegenstimme und Enthaltung gewählt worden bin. Das heißt, ich habe die Rückendeckung aller Generationen in meiner Fraktion. Das ist ein hervorragendes Ergebnis - und natürlich auch eine tolle Herausforderung. Frage: Sie waren ja schon in den letzten Jahren beruflich gut ausgelastet. Bleibt in der neuen Funktion denn eigentlich noch etwas Freizeit? Dürr: Ich hoffe schon. Natürlich nimmt die Belastung zu, zumal ich ja nicht ausschließlich in Hannover bleiben, sondern meine Arbeit im Wahlkreis fortsetzen werde. Aber die Fraktionsführung ist ja auch eine Teamleistung. Und auf die Kollegen kann ich mich voll und ganz verlassen. Und das man als Landtagsabgeordneter hart arbeiten muss, wusste ich schon vorher. Frage: Was wird denn aus Ihren sportlichen Ambitionen? Dürr: Sport ist eines der Projekte, die leider noch auf ihre Umsetzung warten. Vielleicht sollte ich mir einen festen Termin pro Woche vornehmen. Körperlicher Ausgleich zu der politischen Arbeit ist sicherlich nicht schlecht. Frage: Sie sind mit 32 Jahren ein regelrechter politischer Senkrechtstarter. Was sind Ihre nächsten Stationen? Dürr: Wenn mir am Freitagvormittag jemand gesagt hätte, ich würde nächste Woche den Fraktionsvorsitz übernehmen, hätte ich ihn zum Arzt geschickt. Die ganze Entwicklung war eine Riesenüberraschung, hat aber auch gezeigt, dass die Landtagsfraktion die Lücke, die durch den plötzlichen Weggang von Philipp Rösler entstanden ist, sehr schnell wieder schließen konnte. Frage: Haben Sie denn schon Ihren nächsten Karrieresprung im Auge? Dürr: Nein, ganz bestimmt nicht. Diesmal gehe ich fest davon aus, dass ich Gelegenheit bekommen werde, in die neue Aufgabe ganz in Ruhe hineinzuwachsen. Ich habe ja mit meiner Wahl eine Menge Vorschuss-Lorbeeren erhalten. Die wollen erst einmal verdient werden. Quelle: Nordwest Zeitung vom 29.10.2009 |