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Aktuelles FDP will fünfarmigen Kreisverkehr Rechtsabbiegespur bis Jahresende Fachbereichsleiter Peter Meyer hat die Politiker gestern über die Umgestaltungsmöglichkeiten an der Urneburger Kreuzung informiert. Von Jochen Brünner Urneburg. Verkehrsplaner und Politiker zerbrechen sich im Augenblick den Kopf darüber, wie die Urneburger Kreuzung umgestaltet werden kann, damit das Gewerbegebiet unmittelbar von der Autobahn aus angeschlossen werden kann. Unter anderem ist die Ansiedlung von McDonalds auf diesem Areal im Gespräch. Gestern nun informierte Fachbereichsleiter Peter Meyer Mitglieder der FDP-Rats- und Kreistagsfraktion über die verschiedenen baulichen Möglichkeiten. Der Verkehrsplaner Rainer Schwerdthelm aus Schortens empfiehlt in einem Gutachten, die Urneburger Kreuzung zu einem kleinen Kreisverkehr mit vier Armen umzugestalten und die Zufahrt zum Gewerbegebiet über eine neue Ampelkreuzung gegenüber der Autobahnabfahrt einzurichten. Nachteil: Die neue Kreuzung wäre teuer, zudem müsste ein Regenrückhaltebecken umgebaut werden. Gleichzeitig rät der Gutachter von einem großen Kreisverkehr mit sechs Armen ab, der neben dem Gewerbegebiet auch noch das Gelände des Schützenvereins mit anbinden würde. Eine solcher hochbelasteter Kreisel würde Verlustzeiten im Minutenbereich mit sich bringen und könne im schlimmsten Fall zu Rückstaus bis auf die Autobahn führen, argumentiert Schwerdthelm in seinem Gutachten. Die FDP-Politiker sind jedoch skeptisch, dass bei der favorisierten Lösung des Planers Kreisel und Ampelkreuzung sehr dicht aneinander liegen. Sie favorisieren deshalb die Einrichtung eines fünfarmigen Kreisels, der zwar das Gewerbegebiet mit einbezieht, nicht aber den Schützenplatz, der über die bisherige Zufahrt von der Oldenburger Straße aus erreicht werden könnte. Über eine Verbesserung sollen sich die Verkehrsteilnehmer jedoch schon kurzfristig freuen können: Bis zum Jahresende will das Straßenbauamt eine Rechtsabbiegespur von der Almsloher in die Oldenburger Straße einrichten. Meyer: Dafür sind nur Markierungsarbeiten notwendig, die relativ preiswert zu haben sind. Er rechne damit, dass die Kreuzung nach dieser Maßnahme schon wesentlich besser laufen werde und es nicht mehr zu Rückstaus bis unter die Autobahnbrücke kommen werde. Fachbereichsleiter Peter Meyer (r.) erläutert den FDP-Politikern die Situation an der Urneburger Kreuzung. FOTO: Jochen Brünner Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 10.07.2009 Fünf Arme sind der FDP genug Urneburger Kreuzung - Liberale favorisieren Umbau zum Kreisel - Zuschüsse Die Urneburger Kreuzung könne zum fünfarmigen Kreisel werden, regt die FDP an. Ein Gutachter soll die Idee "durchspielen". Ganderkesee/kk - Die Liberalen mussten gar nicht lange warten. Gerade ein paar Minuten hatten Mitglieder der FDP-Kreistagsfraktion und des FDP-Ortsverbandes am Donnerstagabend an der Urneburger Kreuzung gestanden, da war bereits der erste Rückstau in Richtung A 28 zu sehen. Wegen des Staus waren die Liberalen auch vor Ort. Genauer: Sie wollten beratschlagen, wie der Verkehr hier flüssiger fließen kann. Fachbereichsleiter Peter Meyer informierte anfangs über eine Untersuchung, die Dr.-Ing. Rainer Schwerdhelm im Gemeindeauftrag durchgeführt hatte. Der Verkehrsplaner aus Schortens hatte beleuchtet, welche Auswirkungen der Umbau der Kreuzung zum Kreisel hätte - und wie sich das vertrüge mit der Überlegung, einige Meter weiter an der Almsloher Straße (in Höhe der A 28-Auffahrt Bremen) eine weitere Kreuzung oder einen weiteren Kreisel zu schaffen - mit Direktanbindung zum Gewerbegebiet Urneburg. Schwerdhelms Empfehlung: Die Kreuzung solle Kreuzung bleiben. Was viel bringen würde, sei eine Rechtsabbiegespur für die Almsloher Straße. Meyer berichtete, dass die Abbiegespur wohl noch in diesem Jahr verwirklicht werde. Sie sei ohne größeren Aufwand machbar. Indes: Was die Zukunft der Kreuzung angeht, war die FDP anderer Ansicht als der Gutachter. Ganz allgemein habe er die Beobachtung gemacht, dass durch Kreisel der Verkehr wesentlich flüssiger fließe, sagte Kreistags-Fraktions-Chef Ernst-August Bode. Allerdings: Den von Schwerdhelm bei seinen Simulationen zugrunde gelegten sechsarmigen Kreisel (45 m Durchmesser) brauche man nicht, waren sich die Liberalen einig. Fünf Arme seien ausreichend. Meyer sagte zu, dass Schwerdhelm eine solche Variante jetzt prüfen werde. Die Marschrichtung der FDP nach der Besichtigung: Erst schauen, was die Abbiegespur bringt; dann ggf. den Umbau der Kreuzung zum fünfarmigen Kreisel anschieben. Der Umbau sei wohl unter 500 000 Euro nicht zu machen, schätzte Bode, der empfahl, sich auch um Zuschüsse nach dem Entflechtungsgesetz zu bemühen.
Diskussion mit Stau und Verkehrslärm im Rücken (v.l.): Ernst-August Bode, Marion Daniel, Dr. Marion Böning-Zilkens, Konrad Lübbe, Hans-Jürgen Hespe, MdL Christian Dürr, Peter Meyer sowie Erwin Kohlwey bei dem Ortstermin. Bild: Kolloge Quelle: Nordwest Zeitung vom 10.07.2009 |