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"Stühlerücken" bringt Dürr ein neues Amt

GANDERKESEE (ck) Durch das Stühlerücken in der FDP-Landtagsfraktion mit der Wahl von Jörg Bode zum neuen Vorsitzenden bekam gestern auch der Ganderkeseer Landtagsabgeordnete Christian Dürr einen zusätzlichen Posten: Seine Fraktionskollegen votierten für den 31-Jährigen als Nachfolger zum Parlamentarischen Geschäftsführer.
Dürr freute sich über das gute Ergebnis seiner Wahl: "Die Abgeordneten haben mir hier eine tolle Chance gegeben, die ich für die FDP im Niedersächsischen Landtag nutzen werde."
Christian Dürr gehört dem Niedersächsischen Parlament in der zweiten Legislaturperiode an. Seine Aufgaben als umweltpolitischer Sprecher der Landtags-Liberalen nimmt er ebenfalls weiterhin wahr. Nun kümmert er sich als Parlamentarischer Geschäftsführer vor allem um die Zusammearbeit mit dem großen Koalitionspartner CDU.


Quelle: Kreiszeitung.de vom 18.02.2009


"Das ist eine Super-Herausforderung"

Parlamentarische Geschäftsführer sind die Manager der Fraktionen. Sie regeln die Geschäfte für ihre Fraktion im Verhältnis zu Landtag oder anderen Fraktionen, kümmern sich zum Beispiel um den Ablauf von Debatten. Sie arbeiten eng mit dem Fraktionschef zusammen. MdL als Manager.
Christian Dürr, MdL aus Ganderkesee, ist neuer Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion. Fragen dazu an den 31-Jährigen.
Von Karsten Kolloge
Frage: Herr Dürr, die FDP-Landtagsfraktion hat Sie am Dienstag einstimmig zum Nachfolger von Jörg Bode als Parlamentarischer Geschäftsführer gewählt. Was heißt das für Ihre Wochenarbeitszeit?
Dürr: Zurzeit liege ich bei 70 Stunden aufwärts. Das wird sicherlich nicht weniger werden. Ich muss da umschichten, ein paar Sachen an Kollegen und Mitarbeiter geben. Auf jeden Fall freue ich mich auf die neue Aufgabe.
Frage: Fällt bei dieser neuen Aufgabe auch etwas für Ganderkesee ab?
Dürr: Es ist grundsätzlich keine schlechte Sache, wenn man in Hannover Gehör findet. Das will ich gern zum Wohl auch der Gemeinde nutzen. Natürlich heißt das nicht: Jetzt gibt's mehr Geld. Man sollte das auch nicht in Euro messen.
Frage: Bislang sind Sie umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. Bleibt da noch Luft, dies Amt weiterzumachen?
Dürr: Das ist nichts Ungewöhnliches. Mein Vorgänger Jörg Bode war sowohl Parlamentarischer Geschäftsführer als auch innenpolitischer Sprecher der Fraktion. Weil mir die Umwelt- und Energiepolitik Spaß macht, werde ich das weitermachen.
Frage: Sie sind sechs Jahre im Landtag und schon Parlamentarischer Geschäftsführer. Werden wir in weiteren sechs Jahren einen Minister und in zwölf Jahren einen Ministerpräsidenten Dürr sehen?
Dürr (lacht): Ich freue mich über den heutigen Schritt, das ist eine Super-Herausforderung. Was die Zeit in sechs oder zwölf Jahren angeht, hab' ich keine Zielmarken. Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen.
Frage: Ist die Laufbahn des Christian Dürr eine reine Politiker-Laufbahn, oder kommt da, ähnlich wie von FDP-Fraktions-Chef Philipp Rösler für sich aangekündigt, noch etwas anderes?
Dürr: Wichtig ist zu erkennen, ob die Leute noch applaudieren. Und wichtig ist, dass die Politik Spaß macht, das ist der Maßstab für mich. Ich entscheide von Wahl zu Wahl, ob ich erneut kandidiere.


Quelle: Nordwest Zeitung vom 18.02.2009



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