FDP Ganderkesee

Aktuelles

Geplanter Raiffeisen-Umzug: Keine Annäherung mit Gartencenter
Warengenossenschaft bleibt bei bevorzugtem Standort Westtangente / Heitmann fürchtet direkte Konkurrenz

ganderkesee (lau). Zwischen der Raiffeisen-Warengenossenschaft, die auch Gartenprodukte verkauft, und dem Gartencenter der Gebrüder Heitmann besteht weiterhin Uneinigkeit. Grund sind die Pläne der Genossenschaft, von der Raiffeisenstraße in der Ortsmitte an die Westtangente im Bereich der Birkenallee zu ziehen. Hier aber befindet sich das Gartencenter Heitmann. „Wir wollen keine direkte Konkurrenz neben uns“, brachte Holger Heitmann seine Sicht der Dinge am Montagabend bei der FDP-Mitgliederversammlung im Gasthaus Backenköhler in Stenum auf den Punkt. Auch Stimmen aus den Reihen der Liberalen, wonach Konkurrenz ja schließlich das Geschäft belebe und der Hinweis, dass die Raiffeisen-Ansiedlung dem Gartencenter neue Kunden bescheren könnte, ließ Holger Heitmann nicht gelten. Schon dadurch, dass „Fleur Garten“ sich an der Urneburger Kreuzung niedergelassen habe, habe der Betrieb der Gebrüder Heitmann stark gelitten. „Wenn wir jetzt möglicherweise nochmal zehn bis 20 Prozent Einbußen verkraften müssen, können wir das vielleicht ein, zwei Jahre aushalten. Langfristig aber müssten wir schließen“, machte Holger Heitmann seine Existenzängste deutlich.
Für die Raiffeisen-Warengenossenschaft Oldenburg Land betonte deren Geschäftsführer Dirk Abel indes, dass nach intensiver Prüfung nur der Standort an der Westtangente im Bereich Birkenallee für einen Umzug in Frage komme. „Die Standorte in der Ortsmitte und in Schierbrok würden dann geschlossen werden. An der Westtangente würden wir auf insgesamt 18.000 Quadratmetern ein Sacklager, Silos, eine Waschanlage, eine Fuhrwerkswaage, einen 650 Quadratmeter großen Haus- und Gartenmarkt sowie später vielleicht noch eine Tankstelle errichten“, erläuterte Abel. Das Investitionsvolumen liege ohne Grundstückspreis bei über zwei Millionen Euro. Abel appellierte an die FDP und die übrige Ratspolitik, zügig eine Entscheidung zu treffen, damit die Genossenschaft weiterplanen könne. Wie berichtet will Inkoop nach Abriss des Genossenschaftsgebäudes dort einen Neubau beziehen. Am jetzigen Inkoop-Standort soll künftig ein Ärztezentrum zu finden sein. Der Inkoop-Neubau könnte nach Angaben des potenziellen Investors Hergen Kämena Ende 2010 eröffnet werden.
Die FDP will nach Aussage ihrer Fraktionsvorsitzenden Marion Daniel am Donnerstagabend eine Entscheidung treffen. Sie persönlich befürworte den Umzug der Genossenschaft an die Westtangente, betonte Daniel auf dk-Nachfrage.


Geplanter Raiffeisen-Umzug: Keine Annäherung mit Gartencenter
Geschäftsführer Dirk Abel erläuterte die Umzugspläne der Raiffeisen-Genossenschaft. FOTO: lars laue

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 03.09.2008



FDP Ganderkesee - Die Liberalen (www.fdp-ganderkesee.de)