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Aktuelles Famila-Fassade noch entwicklungsfähig MARKT-NEUBAU Bünting-Gruppe zeigt sich offen für Veränderungswünsche FDP begrüßt Erweiterung Die Ganderkeseer Liberalen ließen sich über die Famila-Pläne informieren. Auch Inkoop-Geschäftsführer Oetken gab Auskunft. VON HERGEN SCHELLING GANDERKESEE Der neue Famila- Markt in Ganderkesee soll Ende 2010 fertig sein ob er dann so aussehen wird, wie von der Bünting-Gruppe (Leer) im Gemeindeentwicklungsausschuss vorgestellt, ist indes fraglich: Das war der erste Entwurf, nicht die endgültige Fassung, betonte Bünting-Projektplaner Norbert Frey gegenüber der Ï. Für Wünsche und Anregungen örtlicher Gruppen oder Parteien sei man noch offen, sagte er auf einer Mitgliederversammlung der Ganderkeseer FDP am Montagabend. Gemeinsam mit der Architektin Christa Deuter-Klein stellte Frey den Liberalen im Oldenburger Hof die Famila- Pläne vor. Kritische Stimmen aus Ganderkesee, besonders zur Fassadengestaltung beim Markt-Neubau, blieben in Leer nicht ungehört. Wir wollten eine helle Fassade, lassen aber noch mit uns diskutieren, sagte Frey. Von den Liberalen wurde besonders die Front zur Grüppenbührener Straße moniert: Die dort vorgesehenen Arkaden-Vorbauten stießen auf wenig Gegenliebe mehr Glas könnte sich stattdessen der Landtagsabgeordnete Christian Dürr vorstellen. Gustav Förster, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Ganderkesee, der als Gast an der Versammlung teilnahm, wies zudem auf mögliche Probleme bei der geplanten Ladezone hin, die über die Straße Im Knick erschlossen werden soll. Für ihn ist aber vor allem die künftige Nutzung des bisherigen Marktgebäudes von Bedeutung. Die Ankündigung Freys, dort nicht viele kleine Läden anzusiedeln, sondern höchstens drei bis vier Fachgeschäfte, nahm Förster zufrieden zur Kenntnis. Die FDP, so deren Sprecher Karsten Scherschanski, begrüßt grundsätzlich die Erweiterungspläne, sieht aber noch Änderungsbedarf in der Detailplanung. Zuvor hatte Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken die Liberalen über den Stand der Dinge an der Raiffeisenstraße informiert: Dort möchte Inkoop wie berichtet seinen Verbrauchermarkt auf das benachbarte Gelände der Raiffeisen-Genossenschaft verlagern. Die Grundstücksverhandlungen zwischen den Eigentümern der Inkoop-Immobilie und der Genossenschaft befinden sich laut Oetken im entscheidenden Stadium. Zwar werde Inkoop sich auf mehr Fläche präsentieren, das Sortiment solle aber nicht ausgeweitet, sondern nur besser präsentiert werden. Bernd Oetken, Christa Deuter-Klein und Norbert Frey (von rechts) informierten vor der FDP über ihre Pläne. BILD: SCHELLING Quelle: Nordwest Zeitung vom 09.04.2008 Künftige Nutzung macht Sorgen GANDERKESEE. Die Liberalen wollten es genauer wissen: Auf der FDP-Fraktionssitzung präsentierten jetzt Vertreter der Firmen Famila und Inkoop ihre Umzugs- und Erweiterungspläne. Dabei kristallisierten sich auch die ersten Reibungspunkte und Problembereiche heraus - wenngleich die Liberalen die offenkundige Investitionsbereitschaft einhellig begrüßen. Für die Famila-Eigner der Bünting-Gruppe erklärten Unternehmenssprecher Norbert Frey und die Planerin Christa Deuter-Klein, der frei werdende Supermarkt solle drei oder vier größere Geschäfte beherbergen. Deren Sortiment solle sich an den Vorgaben des neuen Einzelhandelsgutachtens orientieren - ein Umstand, auf den die Werbegemeinschaft größten Wert legt, wie deren Vorsitzender Gustav Förster bekräftigte. Genaueres lasse sich noch nicht sagen, so Frey. Mit Bekanntwerden der Neubaupläne auf dem heutigen Melle-Grundstück träfen erst jetzt erste Anfragen ein. Frey und Deuter-Klein erklärten sich bereit, bei der Gestaltung auf Änderungswünsche einzugehen. So war namentlich Kritik an der geplanten Fassade beim Haupteingang laut geworden. Sorgen, das zeigte die Diskussion, bereitet auch die Zukunft des Bau- und Getränkemarkts, in dem Famila jedoch lediglich Mieter ist. Frey sagte, zu dem neuen Besitzer gebe es einen guten Draht, so dass er eine Anpassung der Fassade für denkbar halte. Skepsis herrschte bei den Zuhörern ferner hinsichtlich des Lieferverkehrs Im Knick und einer engen Parkplatz-Zufahrt. Zur Grüppenbührener Straße hin, so Frey, könne Famila ein paar Qudratmeter als öffentliche Verkehrsfläche abtreten. Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken legte die Pläne seines Hauses dar, auf das benachbarte Raiffeisen-Grundstück zu ziehen. Trotz der Vergrößerung auf mehr als 1700 Quadratmeter Verkaufsfläche sei nicht vorgesehen, das Sortiment auszuweiten. Im Eingangsbereich nähme Inkoop gern zwei oder drei kleiner Läden auf. "Ein Traum", so Oetken, wäre ein gemeinsames Projekt mit Aldi - auch wenn das Gemeindegutachten davor warne. Die Optik des Neubaus werde sich an den Märkten in Harpstedt und Delmenhorst (Bremer Straße) orientieren - also kein Industriebau sein. Das bisherige Inkoop-Gebäude und das dreieckige Grundstück seien dagegen auch für einen Discounter als Nachfolger erfahrungsgemäß uninteressant, so Oetken weiter. Die Vermieter zögen hier Verkleinerung und Umbau zu einem Ärztezentrum in Betracht. Quelle: Weser Kurier vom 09.04.2008 |