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Aktuelles Ganderkesee: FDP für Disko in neuer Firmenmeile Überraschender Vorstoß zum Gewerbepark Grüppenbühren "In Ganderkesee ist nichts los", sagen viele junge Leute. Diese Kritik hat sich die FDP zu eigen gemacht und einen Vorstoß für eine Großdiskothek an der A 28 unternommen. von michael korn ganderkesee. Die FDP möchte das geplante große Gewerbegebiet in Grüppenbühren an der A 28 auch für die Ansiedlung einer Großdiskothek offenhalten. Mit diesem Vorstoß überraschten die Liberalen gestern den Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung, der das weitere Planungsverfahren für die künftige Firmenmeile voranbrachte. Zwar werden Vergnügungsstätten, wozu auch Diskotheken gehören, in dem Gewerbepark ausgeschlossen. Jedoch bewirkte die FDP-Initiative, dass speziell über eine Disko-Ausnahme noch einmal gesondert beraten wird. Auch aus den übrigen Ratsparteien kam Zustimmung. Konrad Lübbe und Hans-Jürgen Hespe, Ratsherren der Liberalen, bekräftigten, dass die örtliche Jugend schon seit Jahren das Fehlen einer Disko in Ganderkesee beklagt. Es sei der Wunsch von Leuten bis 35 Jahre, dass mehr für ihre Altersgruppe vor Ort angeboten werde. Das geplante Gewerbegebiet sei verkehrsgünstig gelegen und es gebe nur wenige Anwohner in der Nähe. In der CDU löste der Disko-Vorschlag zunächst eine kleine Meinungsverschiedenheit aus: Nachdem sich Fraktionschef Dietmar Mietrach wegen des Zusatzverkehrs dagegen aussprach, sagte sein Vorgänger Hans-H. Hubmann, eine Disko dürfe nicht pauschal abgelehnt werden. Schließlich herrsche in der Jugend das Meinungsbild vor, dass in "Ganderkesee nichts los ist". Disko-Überlegungen habe es auch schon für die Westtangente gegeben. Auch SPD-Ratsherr Werner Brakmann findet "die Idee gut", will sie aber zunächst in der Fraktion diskutieren. Die Verwaltung soll klären, ob es Interesse von Diskobetreiben für Grüppenbühren gibt. Unterdessen fand die knapp 29 Hektar große neue Firmenmeile bei allen Fraktionen Anklang. Gelobt wurden die gute Verkehrsanbindung an die A 28, der Grundstückszuschnitt, der auch größeren Unternehmen eine Ansiedlung ermöglicht, sowie die abgestufte bauliche Ausnutzung mit nicht so strengen Beschränkungen für Lärmschutz. All dies räume dem Gewerbgebiet gute Vermarktungschancen ein. Die B 212 wird Abbiegespuren erhalten und die Neddenheider Straße soll abgesperrt werden und nur als Notzufahrt dienen. Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 07.03.2008 Grünes Licht für neues Gewerbegebiet GANDERKESEE. Der Gemeindeentwicklungsausschuss hat am Donnerstag das neue Gewerbegebiet in Grüppenbühren auf den Weg gebracht: Einmütig billigten die Politiker die bisherige Planung für das 29 Hektar Areal zwischen der A 28, der B 212 und der Neddenheider Straße. FDP-Ratsherr Konrad Lübbe überraschte mit einer weiteren Nutzungsidee: Eine Diskothek könne dort angesiedelt werden. Die Nähe zu Autobahn und Bundesstraße sowie ein großzügiges Flächenangebot: Ein Gewerbegebiet in Grüppenbühren hätte einige Vorteile, führte Stefan Aufleger vom Planungsbüro NWP aus. Das gelte besonders für Betriebe, die einen hohen Bedarf an einer günstigen Verkehrsanbindung haben. Zudem gebe es für die Fläche zwischen Autobahn und Bundesstraße kaum emissionsrechtliche Einschränkungen. Das Areal reicht inklusive Ergänzungsfläche im Osten bis an den Windenergiestandort und umfasst im Westen noch die Bundesstraße, wo gegebenenfalls Abbiegespuren eingerichtet werden sollen. Das weitere Gebiet soll durch einen Straßenring erschlossen werden. Ihn müssten Nutzer der Neddenheider Straße laut Aufleger teilweise mit befahren, da sie voraussichtlich keine direkte Anbindung zur Bundesstraße mehr haben werden. Die Gestaltung des Gewerbegebiets sei unterschiedlich, erklärte Aufleger. An der Bundesstraße sind eher kleinere Gelände und Bauten vorgesehen. Zwölf Meter Höhe und 50 Meter Länge sollen hier das Maximum für die Gebäude sein. Weiter nach Süden und Osten können die Hallen bis zu 20 Meter hoch ausfallen. Aus den Fraktionen kam ein positives Echo auf die Pläne. CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach nannte die Fläche ein "Filetstück". Die Entwicklungsmöglichkeiten seien ausgezeichnet. Er gehe davon aus, dass das Areal gut vermarktet werden könne. SPD-Ratsherr Detlev Diepenbrock beurteilte das Gebiet als "unproblematisch und günstig gelegen". Er hoffe, dass sich auch ein Flächenvorrat für spätere Zeiten ergebe. Für den nördlichen Teil des Gebiets regte er mit Blick auf die angrenzende Wohnbebauung eine maximale Höhe von zehn Metern für Gewerbebauten an. Überwiegende Zustimmung erntete Konrad Lübbe (FDP) mit seinem Vorschlag, über eine Ausnahme des Vergnügungsstätten-Verbots zugunsten einer Diskothek zu beraten. Seit Jahren werde diskutiert, dass den Jugendlichen in Ganderkesee solch ein Ort fehle, sagte Lübbe. "Das würde von der Lage her passen." Auch Lübbes Fraktionskollege Hans-Jürgen Hespe sprach sich gegen ein generelles Verbot aus: "Wir sollten nicht jetzt schon ausschließen, dass sich eine Diskothek in irgendeiner Form an irgendeiner Stelle dort ansiedeln kann." Hans-H. Hubmann (CDU) plädierte dafür, eine Diskothek in dem Gewerbegebiet nicht pauschal auszuschließen. Quelle: Delmenhorster Kurier vom 08.03.2008 |