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Aktuelles "Bin so verdammt gerne Abgeordneter" Landtagswahl - Christian Dürr sieht FDP für Verhandlungen gestärkt Ganderkesee/mtn - Als "Vertrauensbeweis" wertet Christian Dürr den überraschenden Zuwachs bei den Erststimmen (ein für Bewerber der kleinen Parteien eher schwieriges Feld) in seiner Heimatgemeinde. Mit 118 Stimmen mehr als bei seinem Debüt vor fünf Jahren brachte es der FDP-Landtagsabgeordnete in Ganderkesee auf stolze 12,48 Prozent der Erststimmen. Aber auch die (traditionell eher der FDP zugedachten) Zweitstimmen konnten sich mit 10,37 Prozent sehen lassen. Für Dürr ist aber auch das landesweite Ergebnis der Liberalen mit einem leichten Plus auf 8,2 Prozent bei gleichzeitigen Verlusten des großen Partners CDU durchaus Grundlage, in den anstehenden Koalitionsverhandlungen "selbstbewusst" aufzutreten und "gestärkt in eine neue Koalition zu gehen". Davon, dass Ganderkesee mit zwei Abgeordneten in der Regierungskoalition vertreten sei, und mit Axel Brammer ein weiterer Parlamentarier aus dem Landkreis käme, könnten Gemeinde und Kreis "nur profitieren". Im Wahl- und im Landkreis werde er auch künftig über Parteigrenzen hinaus mit den anderen Abgeordneten zusammenarbeiten. Nur: "Ausdrücklich nicht dazu gehört Frau Flauger.." Über den Einzug der Linkspartei sei er, so der 30-Jährige, "überhaupt nicht glücklich". Über die eigene politische Zukunft wollte der bisherige umweltpolitische Sprecher seiner Partei noch nicht spekulieren. Nur so viel: Staatssekretär im Umweltministerium habe einen "negativen Beigeschmack", weil er auf sein Mandat verzichten müsste. "Ich bin aber so verdammt gerne Abgeordneter." Dennoch werde er - vorbehaltlich der Entscheidung im Landesvorstand am Montagabend - in den Koalitionsverhandlungen wohl im Bereich Umwelt und Energie "eine Rolle spielen". In den Gesprächen mit der CDU gehe es aufgrund des gestärkten Gewichts der FDP aber "nicht nur um Posten, sondern vor allem auch um inhaltliche Positionen", betonte Dürr. Zufrieden: Christian Dürr Bild: FDP Quelle: Nordwest Zeitung vom 29.01.2008 Dürr fühlt sich in seiner Arbeit bestätigt "Das ist insgesamt ein sehr ordentliches Ergebnis für die FDP und eine Bestätigung unserer Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. Diesmal hat die Wechselstimmung gefehlt - was das Ergebnis umso respektabler macht.. Besonders freuen mich natürlich die vielen Erststimmen aus meiner Heimatgemeinde. Das Abschneiden der Linken hängt für mich ganz klar mit der niedrigen Wahlbeteiligung zusammen." Quelle: Nordwest Zeitung vom 28.01.2008 |